Workbook zur MPU Vorbereitung
Workbook Individualpsychologie: MPU-Vorbereitung nach Alfred Adler
Wer nach einer Trunkenheitsfahrt zur MPU muss, hört oft denselben Rat: Lernen Sie Ihre Geschichte auswendig. Das funktioniert selten. Gutachter merken schnell, ob jemand wirklich verstanden hat, wie es zum Delikt kam. Mein Workbook Individualpsychologie geht deshalb einen anderen Weg. Es fragt, wozu der Alkohol im Leben des Klienten diente.
Was ist Individualpsychologie?
Die Individualpsychologie geht auf Alfred Adler zurück. Sie sieht den Menschen als Einheit und fragt nach dem Ziel hinter einem Verhalten. Nicht nur „Warum habe ich getrunken?“, sondern auch „Wozu?“. Dahinter stehen drei Grundbedürfnisse: dazugehören, selbstständig sein und etwas können. Wenn eines davon in der Kindheit zu kurz kam, kann Entmutigung entstehen. Daraus entwickeln Menschen Strategien, um sich sicher zu fühlen. Alkohol verstärkt diese Strategie oder kehrt sie ins Gegenteil um.
Warum die Individualpsychologie für die MPU-Vorbereitung passt
Bei der MPU nach Alkohol reicht der Satz „Ich hatte Stress und habe getrunken“ nicht aus. Wer die Funktion des Alkohols für sich erkannt hat, kann sein Verhalten in eigenen Worten erklären. Er sieht auch, was in seinem nüchternen Leben gefehlt hat und wo er ansetzen kann, um es zu ändern.
Was das Workbook enthält
Das Workbook begleitet Sie durch neun Sitzungen à 60 Minuten.
Education: MPU-Grundlagen, Promillegrenzen, Widmark-Formel, Wirkung von Alkohol im Gehirn
Biografie: Anamnese, Familienkonstellation, Trinkbiografie als Zeitlinie
Lebensstil I: Grundbedürfnisse, Entmutigung, Grundangst, Ziel und Strategie
Das Doppelgesicht: Wie sich Menschen nüchtern und unter Alkohol unterscheiden
Lebensstil II: Zwei bis drei frühe Kindheitserinnerungen mit der Standbild-Methode
Die Straßenkreuzung: Eine projektive Zeichnung, die im Gespräch ausgewertet wird
Delikt und Funktion: Der Tag der Trunkenfahrt, die Frage nach dem Wozu und Ausstiegspunkte
Veränderung: Selbstbeobachtung, Neinsagen, Resilienz
Legalbewährung: Rückfallprophylaxe, MPU-Simulation, Brief an das zukünftige Ich
Am Ende steht ein Poster, das die Funktion des Alkohols kompakt zusammenfasst.
Strichcomics statt Fachtext
Abstrakte Begriffe wie Entmutigung oder Lebensstil sind schwer zu greifen. Deshalb zeigen einfache Strichcomics Alltagssituationen: ein Mensch mit hartem Panzer und weichem Kern, zwei Gesichter derselben Person, eine Kreuzung, auf der jemand wartet oder im Stau steckt. Die Figuren sind erfunden. Sie helfen, eigene Muster zu erkennen, ohne sich dabei bewerten zu müssen.
Für wen das Workbook gedacht ist
Das Workbook richtet sich an Menschen, die sich nach einer Alkoholfahrt auf die MPU vorbereiten und ihr Verhalten verstehen wollen. Es ist als Word-Datei zum Ausfüllen aufgebaut und wird in der Beratung gemeinsam bearbeitet. Ein Erfolg bei der MPU lässt sich nicht garantieren. Eine ehrliche und nachvollziehbare Aufarbeitung ist aber die be
ste Grundlage.
Über den Autor
Mag. René Limberger, M.Sc., M.Sc., ist Verkehrspsychologe und begleitet mit MPU-Süd Menschen in ganz Deutschland bei der Vorbereitung auf die MPU.
Interessiert am Workbook? Schreiben Sie mir über das Kontaktformular auf www.mpu-sued.com.




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